Urteil über Bewertungsportale

14.03.2016 08:15  Von: Martin Meyer

Mehr Stress für Bewertungsportale


Nach dem jüngsten Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) kommt auf die Bewertungsportale für Arztpraxen und Kliniken mehr Stress und Arbeit zu. Im konkreten Fall hatte das Gericht einem Zahnarzt Recht gegeben, der gegen Jameda geklagt hatte, da diese eine schlechte Bewertung seiner Praxis nicht gelöscht hatte (Az.: VI ZR 34/15). Der Zahnarzt war der Meinung, dass der Nutzer eine schlechte Bewertung abgegeben hätte, ohne je in der betreffenden Zahnarztpraxis gewesen zu sein. In Zukunft müssen Bewertungsportale aufgrund dieses Urteils nach einer Beschwerde des Arztes Kontakt mit dem Nutzer aufnehmen und Belege für den Praxisbesuch und die Qualität der Behandlung anfordern.


Vorteile von Bewertungsportalen


Bewertungsportale für Arztpraxen bieten sowohl für die Praxen als auch für die Patienten Vorteile. Patienten bei der Arztsuche erleichtert ein Bewertungsportal die Suche erheblich, da sie sich bereits vorher ein Bild der infrage kommenden Arztpraxen machen können. Eine Bewertungsseite mit überwiegend guten Noten ist natürlich ein Aushängeschild für jede Arztpraxis und lockt neue Patienten an. Berechtigte Kritiken in Bewertungsportalen bergen für den Arzt das Potential, Schwachstellen im  Praxisablauf wie z. B. Terminvergabe, Umgang mit Patienten oder allgemeine Praxisabläufe zu verbessern.


Nachteile und Risiken von Bewertungsportalen


Das Studium einer Bewertungsseite vom Nutzer setzt ein gehöriges Maß an Kritikfähigkeit voraus, da viele negative Bewertungen häufig sehr subjektiv und aus emotionalen Gründen verfasst werden. Wegen der Anonymität der Nutzer kann es auch vorkommen, dass Arztpraxen aus unterschiedlichen Beweggründen und Motiven fälschlicherweise diffamiert und bloßgestellt werden. Für den Arzt sorgt eine negative Bewertung neben dem entstandenen schlechten Image der Praxis auch für Stress, da er sich in der Regel mit dem geschilderten Vorfall auseinandersetzen wird und im Bedarfsfall Kontakt mit dem Bewertungsportal aufnehmen wird, was mit Zeitaufwand verbunden ist, der zu Lasten der ärztlichen Tätigkeit oder auch der Freizeit geht. Ärzte, die Wert auf einen guten Ruf im Internet legen, sind gezwungen, regelmäßig ihre Bewertungsseiten zu prüfen. Meyer Wagenfeld kann Ihnen diese Arbeit zu günstigen Konditionen abnehmen, indem wir in regelmäßigen Abständen die Einträge in den gängigen Bewertungsportalen prüfen. Weitere Infos darüber finden Sie auf der Seite www.meyer-wagenfeld.de/praxishomepage.


Fazit
Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes wird sich der Umgang zwischen Bewertungsportalen und Ärzten deutlich ändern, Ärzte müssen sich nicht mehr mit offensichtlich faschen oder bösartigen Bewertungen herumärgern, da sie die rechtlichen Mittel in der Hand haben, diese Einträge beim Fehlen von Nachweisen von den Bewertungsportalen löschen zu lassen. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftig weniger offensichtlich rein emotional oder aus unredlichen Gründen erstellte Bewertungen in Bewertungsportalen zu finden sind.

Martin Meyer

Geschäftsführer von Meyer-Wagenfeld

Seit über 10 Jahren leite ich als Unternehmer der dritten Generation Meyer-Wagenfeld. Meine Mission war es, den Wandel von einer Formulardruckerei zu einem modernen Dienstleister für Praxismarketing zu schaffen. Und jetzt macht es Spaß, mittendrin zu sein


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