Wartezimmer-TV: Unterhaltung und Information

18.03.2015 14:00  Von: Martin Meyer

Derzeit befasst sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit der Frage, ob Apotheker im Wartezimmer einer Arztpraxis mittels Wartezimmer-TV für sich werben dürfen. Vorerst wurde die Klage der Wettbewerbszentrale abgewiesen, abschließend geklärt ist die Frage jedoch noch nicht, denn grundsätzlich gilt: Ärzte dürfen keine Apotheke empfehlen und Apotheken dürfen nicht beim Arzt für sich werben. Fakt ist also: Auch beim Wartezimmer-TV sollten Ärzte und ihr Praxisteam auf die richtigen Inhalte setzen, um sich nicht aufs Glatteis zu begeben. Lassen Sie daher keine Fremdwerbung zu, sondern informieren Sie Ihre Patienten nur in eigener Sache! Mit Ihrem persönlichen Wartezimmer-TV können Sie Ihre Patienten unterhalten und gleichzeitig mehr Zusatzeinnahmen generieren.


Informationen aus erster Hand durch Wartezimmer-TV


Zusatzleistungen werden immer beliebter, doch der moderne, mündige Patient lässt sich nichts „aufschwatzen“, sondern entscheidet durchaus kritisch, welche Leistungen er in Anspruch nehmen möchte. Um die richtige Entscheidung zu treffen, benötigt der Patient konkrete Informationen und Empfehlungen aus erster Hand, nicht von Pharmafirmen oder anderen zweifelhaften Anbietern. Hier sind also Sie als Arzt gefragt, wenn es darum geht, den Patienten über Zusatzleistungen zu informieren. Neben Praxisflyern, einer eigenen Homepage, Postern etc., hat sich auch das Wartezimmer-TV bewährt, um über Zusatzleistungen zu informieren.


Wartezeiten sinnvoll nutzen


Wartezeiten gehören in jeder Arztpraxis dazu. Durch gute Organisation können Wartezeiten so gering wie möglich gehalten werden, dennoch sitzt im Durchschnitt jeder Patient ca. 45 Minuten im Wartezimmer. Diese Zeit sollte dem Patienten so angenehm wie möglich gestaltet werden. Zeitschriften und Kinderspielecke gehören daher in fast jeder Praxis dazu. Doch warum nicht auch die Wartezeit nutzen, um die Patienten per Wartezimmer-TV über Zusatzleistungen zu informieren? Nicht alle Patienten lesen gern Broschüren, das Fernsehen hingegen ist ein beliebtes Medium, durch das sich die Patienten in der Regel gern von ihrer Wartezeit ablenken lassen.


Was kann Wartezimmer-TV leisten?


Zusatzleistungen erfordern eine eingehende Beratung des Patienten. Um den Arzt zu entlasten, übernimmt oft eine Praxismitarbeiterin die Vorberatung. Um das Beratungsgespräch zu unterstützen, werden hierzu verschiedene Marketing-Materialien eingesetzt, wie z. B. Themen-Flyer. Das Wartezimmer-TV spielt dabei vor dem Hintergrund eines Medien-Mixes eine große Rolle. Ziel des Wartezimmer-TVs sollte immer eine umfassende Information über das Leistungsspektrum der Praxis sein. Die Aufklärung der Patienten kann und soll das Wartezimmer-TV selbstverständlich nicht komplett übernehmen, aber zumindest ergänzen. Zeigen Sie im Wartezimmer-TV hauptsächlich ihre Praxisbesonderheiten und Zusatzleistungen auf. In kurzen Filmsequenzen (ca. 2-3 Minuten) können mit animierten Bildern medizinische Sachverhalte patientengerecht erklärt werden. Auf diese Weise werden die Patienten bereits vorab über verschiedene Leistungen informiert. Dies erleichtert dem Praxisteam die Ansprache und die Beratung des Patienten.


Neben diesen Filmsequenzen über die Leistungen der Praxis sind auch Informationen zum Praxisteam, zu den Sprechzeiten, zu Urlaubszeiten oder andere aktuelle Hinweise ein wichtiger Bestandteil des Wartezimmer-TVs (saisonal zum Beispiel ein Hinweis auf Grippeschutzimpfung oder ein Pollenflugkalender). Selbstverständlich sollte auch die Präsentation im Wartezimmer-TV, wie alle anderen Marketinginstrumente, auf ihr persönliches Praxis-Design abgestimmt sein. Wenn gewünscht, kann die Präsentation auch mit Naturfilmen aufgelockert werden.


Welche Vorteile hat das Wartezimmer-TV?


Die Vorteile für ein Wartezimmer-TV liegen auf der Hand:



  • Der Patient ist abgelenkt und entspannt sich.

  • Der Patient lernt die Praxis und das Praxisteam besser kennen.

  • Der Patient ist über besondere Praxisangebote informiert .

  • Die Filmsequenzen erleichtern dem Arzt und Praxisteam die Beratung.

  • Gute und günstige Imagepflege für die Praxis.


Eine Präsentation ohne Ton garantiert zudem, dass sich kein Patient durch eine zu laute Geräuschkulisse gestört fühlen. Auf keinen Fall darf sich der Patient durch die Präsentation zu stark bedrängt fühlen.


Wie können Sie das Wartezimmer-TV optimal nutzen?


Wir von Meyer-Wagenfeld haben speziell für unser Wartezimmer-TV ein Medienkonzept erarbeitet, das zusätzlich zu der Präsentation auch eine spezielle Wartezimmer-TV-Mappe und die passenden Einleger umfasst. Das Design wird selbstverständlich auf Ihre Praxis abgestimmt. Jeder Patient erhält für seine Zeit im Wartezimmer eine Mappe inkl. Einleger, mit der Bitte, den Bogen durchzulesen und auszufüllen.


Die Einleger erfüllen dabei gleich mehrere Funktionen: Sie beinhalten eine gekürzte Anamnese, diese muss nun nicht mehr zeitaufwendig in der Anmeldung erfragt werden, zudem lässt sich der Datenschutz so besser einhalten.


Danach folgt eine Aufstellung von individuellen Zusatzleistungen (Vorsorgepaketen), die der Patient in Anspruch nehmen kann. Zusätzlich zur Leistungsbeschreibung finden sich hier auch die GOÄ-Ziffer, der Steigerungsfaktor und der Preis der Leistungen, damit der Patient den genauen Preis und den Leistungsumfang des Paketes zur Kenntnis nimmt.


Im Anschluss daran findet sich auch eine Einverständniserklärung, die sie unbedingt benötigen, wenn der Patient eine Zusatzleistung in Anspruch nehmen möchte. Viele unserer Praxen lassen auch gleichzeitig eine Recall-Vereinbarung eindrucken und führen bei Bedarf auch stichpunktartig weitere Praxisbesonderheiten auf, die sie hervorheben möchten.


Einfach und sicher Zusatzleistungen steigern


Hat der Patient den Bogen ganz in Ruhe im Wartezimmer ausgefüllt, schließt sich daran ein kurzes Beratungsgespräch mit einer Mitarbeiterin an. Wenn der Patient möchte, kann er also über die Leistungen, die er eben noch im Wartezimmer-TV gesehen hat, direkt mit einer Mitarbeiterin sprechen und gegebenenfalls sein Interesse bekunden. Einfacher und direkter geht es nicht. Zudem befindet sich die Praxis mit der Einverständniserklärung auf der sicheren Seite, ein Punkt, der in vielen Praxen immer noch vernachlässigt wird.


Das Wartezimmer-TV und die passenden Wartezimmer-Mappen mit Einlegern sind wirksame Marketinginstrumente. Allerdings bringt es nichts, sich einen Fernseher mit wahllosen Inhalten an die Praxiswand zu hängen. Die Medien müssen bewusst eingesetzt werden, der Inhalt und das Design sollten speziell auf Ihre Praxis abgestimmt sein – nur dann bringt das Wartezimmer-TV den gewünschten Erfolg.


Falls Sie Fragen zu unserem Wartezimmer-TV oder zum Einsatz der Mappen und Einleger haben, so wenden Sie sich gern an unseren Kundenservice oder die Meyer-Wagenfeld-Akademie.


Ihr Martin Meyer

Martin Meyer

Geschäftsführer von Meyer-Wagenfeld

Seit über 10 Jahren leite ich als Unternehmer der dritten Generation Meyer-Wagenfeld. Meine Mission war es, den Wandel von einer Formulardruckerei zu einem modernen Dienstleister für Praxismarketing zu schaffen. Und jetzt macht es Spaß mittendrin zu sein.


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