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Effektive Kommunikationsstrategien zur Vermittlung wichtiger Themen für Patienten

Viele Patienten suchen einen Arzt häufig erst bzw. nur dann auf, wenn sie durch akute gesundheitliche Probleme oder krankheitsbedingte Routineuntersuchungen dazu veranlasst werden. Viele als nicht so schwerwiegend eingeschätzte Gesundheitsprobleme werden in der Regel gerne auf die lange Bank geschoben, da man sich nicht mit ihnen auseinander setzen kann oder will. Der Vorsatz, sie beim nächsten Arztbesuch anzusprechen, geht häufig in der Aufregung des Arztbesuches unter oder wird unterdrückt. Aus der Sichtweise des Arztes ist es schwierig, in der Hektik des Praxisalltags gesundheitliche Aspekte und Behandlungsmethoden  gegenüber dem Patienten anzusprechen, die zwar wichtig sind, die aber nicht zur Kernproblematik des aktuellen Praxisbesuchs gehören (z. B. Impfungen, Reisemedizin, Sportmedizin, Fahrtüchtigkeit usw.). Es gibt jedoch Kommunikationsmöglichkeiten, wie man einerseits den Patienten auf wichtige Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam machen kann, ohne die mehr oder weniger jedem Arzt-Patienten-Kontakt immanente Zeitbegrenzung zu überschreiben.

Kommunikationsstrategien zur Vermittlung von Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten

Ein großes Problem in vielen Arztpraxen ist das Zeitmanagementproblem. Einige Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten können beim Arzt-Patienten-Kontakt aus Zeitmangel oder aus anderen Gründen häufig nicht angesprochen werden. Andererseits bedeutet der Aufenthalt im Wartezimmer für viele Patienten aufgrund der Aufregung Stress, so dass die Zeit für ihn nicht zu vergehen scheint. Durch gezielte unterhaltende Informationen mit geeigneten Medien kann man den Patienten die Wartezeit so angenehm wie möglich gestalten und ihn gleichzeitig auf für seine Gesundheit wichtige medizinische Maßnahmen hinweisen, die er dann im Arztgespräch von sich aus ansprechen kann. Die wichtigsten Medien sind Wartezimmer-TV, Praxisbroschüren und Flyer, die visuell ansprechend und inhaltlich auf die Praxisbesonderheiten gestaltet sein sollte. Im Idealfall könnten die Arzthelferinnen z. B. dem jeweiligen Patienten die Flyer in die Hand drücken, die zu seiner Krankengeschichte passen. Da sich immer mehr Patienten vorab im Internet über bestimmte Krankheiten informieren, sollte eine gut gestaltete und informative Praxis-Homepage das erste Aushängeschild  einer jeden Arztpraxis sein. Durch gut informierte Patienten lässt sich die Zeitspanne des Arzt-Patienten-Kontaktes deutlich verkürzen und effektiv gestalten.

Tabu-Krankheiten beim Arzt-Patienten Kontakt

2015 gab es eine Forsa-Umfrage zu Tabukrankheiten, die, z. B. beim Arzt-Patienten-Kontakt, zu wenig angesprochen werden.  Haarerkrankungen – v. a. bei Frauen –, Geschlechtskrankheiten wie z. B. Inkontinenz und Analfissuren gehören zu den häufigsten Tabuthemen. Aber auch so schwerwiegende Krankheiten wie Diabetes oder Probleme bei der Fahrtüchtigkeit werden aus Schamgründen viel zu wenig gegenüber Verwandten und Ärzten angesprochen und bleiben somit unbehandelt. Bekannt ist auch, dass seit vielen Jahren viele Menschen – sei es aus Angst oder Nachlässigkeit – über einen unzureichenden Impfstatus verfügen. Viele Hobbysportler wissen auch nicht genau, wo aufgrund Ihres Gesundheitszustandes die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit liegen.

Effektive Information der Patienten zur Inanspruchnahme von wichtigen, aber häufig vernachlässigten Gesundheitsleistungen

Mit einer informativen Homepage kann der Arzt den Patienten bereits vor dem Arztbesuch auf wichtige Tabuthemen ansprechen, um vorhandene Angstschwellen abzubauen, denn immer mehr Patienten bereiten sich bereits vor dem Arzttermin auf den Arztbesuch vor. Die Wartezeit der Patienten kann effektiv genutzt werden, um diese mit gezielt eingesetzten Medien wie Flyern und Wartezimmer-TV tiefgehender zu informieren, so dass sie in der Sprechstunde häufiger Themen ansprechen, die für ihre Gesundheit wichtig sind, die aber häufig nicht von den Krankenkassen bezahlt werden (individuelle Gesundheitsleistungen). Davon profitieren sowohl die Patienten als auch der Arzt.

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