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Praxisneugründung - Was man als niedergelassener Arzt beachten sollte

Sofern man sich nach der Ausbildung und/oder nach einer Beschäftigung als angestellter Krankenhausarzt dazu entschlossen hat, seinen zukünftigen Berufsweg als niedergelassener Arzt zu beschreiten, sollte man sich bewusst machen, welche Dinge zu beachten sind. Als erstes stellen sich folgende Fragen:

  • Übernehme ich eine bestehende Praxis oder gründe ich eine völlig neue Praxis?
  • Arbeite ich alleine oder in einer Teilhaberschaft mit anderen Ärzten zusammen?
  • Praktiziere ich im städtischen oder lieber im ländlichen Raum?
  • Mit welchen Kosten muss ich bei der Praxisgründung/-übernahme rechnen?
  • Welche organisatorischen und betriebstechnischen Kenntnisse muss ich mir aneignen?
  • Mit welchem Verdienst kann ich rechnen?
  • Welche durchschnittlich wöchentliche Arbeitszeit muss ich für einen reibungslosen Praxisablauf investieren?
  • Welche Hilfen kann ich von außen in Anspruch nehmen?

Fragen über Fragen. Im Folgenden wollen wir kurz erläutern, welche Aspekte bei einer Praxisgründung oder -übernahme zu bedenken sind.

Wichtige Aspekte bei einer Praxisgründung

Am Anfang ist jede Existenzgründung eine Geldfrage. In den meisten Fällen ist es günstiger, eine bestehende Praxis zu übernehmen, da in der Regel die Infrastruktur und das Personal bereits vorhanden sind. Die Neugründung einer Praxis hat den Vorteil, dass man die Lage, das Personal und die medizinische Ausrichtung selbst bestimmen kann. In beiden Fällen ist es am Anfang notwendig, sich von Fachleuten (z.B. der Deutschen Apotheker- und Ärztebank) einen Finanzierungsplan erstellen zu lassen. Überwiegend besteht kein allzu großer Investitionsunterschied zwischen einer Praxisgründung und einer Praxisübernahme (Quelle: praktischarzt.de).

Die Entscheidung zwischen einer Einzelpraxis und einer Gemeinschaftspraxis hängt sicher auch von den persönlichen Eigenschaften und Neigungen des Neueinsteigers ab: Will ich meinen eigenen Weg gehen – mit allen damit verbundenen Schwierigkeiten, aber auch Erfolgserlebnissen? Oder arbeite ich lieber kooperativ mit ausgesuchten Kollegen zusammen und nehme bei aufwendigen Fällen deren Hilfe in Anspruch? Da jeder Arzt unterschiedliche medizinische Fähigkeiten aufweist, können sich diese in einer gut aufgestellten Gemeinschaftspraxis ergänzen. Außerdem ist bei einer Gemeinschaftspraxis die ausgewählte Rechtsform von großer Bedeutung. Vor einer Praxisübernahme sollte man sich unbedingt grundlegende organisatorische und betriebstechnische Kenntnisse aneignen, um einen reibungslosen Ablauf der Praxis zu sichern. Daher sollte man die Hilfe von Rechtsanwälten und Steuerberatern in Anspruch nehmen, die sich auf Ärzte spezialisiert haben. Auch die kassenärztlichen Vereinigungen bieten auf diesem Bereich Ihre Hilfe an.

Beim Verdienst, abzüglich Umkosten und Steuern, bestehen große Unterschiede zwischen den Facharztrichtungen. Stattliche Differenzen bestehen auch aufgrund der demographischen und wirtschaftlichen Entwicklung zwischen den einzelnen Bundesländern (Quelle: kbv.de). Auch ist bei einer Praxisneugründung der offensichtliche Unterschied in der Ärztedichte zwischen städtischen und ländlichen Gebieten zu berücksichtigen (siehe hier unseren Blogbeitrag „Ein Jahr Gesetz gegen Ärztemangel auf dem Land – Was hat sich getan?“). Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit eines niedergelassenen Arztes liegt mit ca. 50 Stunden deutlich über der Durchschnittsarbeitszeit eines angestellten Klinikarztes. Ursache hierfür ist häufig eine schlecht strukturierte Praxisorganisation bei der Verwaltungsaufgaben zu viel Zeit in Anspruch nehmen.

Ausblick

Wie in allen Bereichen des menschlichen Miteinanders sollte auch bei einer Praxisgründung folgende Devise herrschen: Man muss nicht in allen Bereichen Fachmann sein – man muss nur wissen, bei wem man sich effektiv Hilfe holen kann. Oftmals ist die Ursache für eine uneffektive Praxisarbeit eine fehlende oder schlechte Kommunikation zwischen Arzt, Personal und Patienten- insbesondere in der ersten Phase nach einer Praxisgründung. Die beste Lösung hierfür ist die Vermittlung von Praxisbesonderheiten und – informationen durch geeignete Medien wie eine eigene HomepageBroschüren und Flyer, oder WartezimmerkinosGerne bieten wir von Meyer-Wagenfeld Ihnen auf diesem Gebiet professionelle Hilfe an.

Tanja Bredlow

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